Meditationstipps für den Alltag

...oder wie du eine Meditationspraxis praktisch in den Alltag einbauen kannst.

 

#1 Klein anfangen

Meditation ist kein Wettlauf, sondern eine lebenslange Reise. Man verdirbt sich selbst die Freude daran, wenn man sich mit unrealistisch langen Sitzungen überfordert. Anfänglich sind 5 bis 10 Minuten täglich völlig ausreichend. Die Sitzungen werden ganz von alleine länger je besser wir werden und je mehr wir Meditation genießen.

#2 Zeit nehmen

Am besten meditiert es sich morgens, bevor der Tag richtig anfängt, aber man kann auch andere regelmäßige Zeitpunkte nutzen, z. B. die Busfahrt zur Arbeit.
Nicht auf die uralte Ausrede "Ich habe keine Zeit" hereinfallen! Jeder Tag hat 1440 Minuten, davon ca. 960 im Wachzustand, wovon wir übrigens im Schnitt ca. 200 mit unseren Smartphones verbringen... Daran denken: Meditation ist unser direktester Weg zu innerem Frieden und somit zu Glück und Wohlbefinden!

#3 Raum schaffen

Es ist hilfreich, der Meditationspraxis auch einen Platz im Lebensraum zu schaffen. Mach dir deinen Platz schön mit Dingen, die dich inspirieren (z. B. ein Bild von Buddha, Ornamente, Blumen). Wenn du keinen festen Platz anlegen kannst, kannst du dir auch einen tragbaren "Altar" zusammenstellen. 

#4 Fester Vorsatz

Gib dir selbst jeden Tag ein neues Versprechen, z. B. "Morgen meditiere ich um 7 Uhr" oder "Heute meditiere ich am Anfang meiner Mittagspause". Wecker entsprechend stellen oder im Kalender eintragen. Es kann sehr hilfreich sein, es im Geiste auch anderen gleich mit zu versprechen, z. B. Buddha oder einer Person, die einem wichtig ist.

#5 Ablenkungen links liegen lassen

Vor der Meditation Emails, Social Media, TV, Zeitungen, usw. unbeding bleiben lassen. Erstens bleibt man oft wo kleben, und zweitens verfolgen einen die Themen gerne in die Sitzung.

#6 Persönliche Themen einarbeiten

Mach jede Meditation gezielt Teil deiner persönlichen Entwicklung, abstrakte Meditation bringt dich langfristig nicht weiter. Z. B. "Diese Woche praktiziere ich Atemmeditation, um im Alltag schneller meine angsteinflößenden Gedanken loslassen zu können", "Heute meditiere ich, um die Beziehung mit XYZ zu verbessern", usw.

#7 Klare Ansage

Am Anfang der Sitzung das Objekt deiner Mediation klar festlegen. Z. B. "Ich werde inneren Frieden genießen indem ich mich auf meinen Atem konzentriere" oder "Ich werde in Dankbarkeit trainieren indem ich auf die große Güte anderer meditieren". Alles andere kann warten. 

#8 Erkenntnisse in und durch den Tag tragen

Am Ende der Sitzung kurz Gedanken machen, wie du dein Meditationserlebnis im Tagesablauf nutzen möchtest. Z. B. "Wenn Person XYZ mich anmeckert, werde ich mich an meine Erfahrung des inneren Friedens erinnern" usw.
Während des Tages immer mal wieder an dein Meditationsthema denken, und fragen "Wie kann ich es heute noch anwenden?" Es kann hilfreich sein, die Kalendarfunktion auf dem Smartphone als Erinnerungsstütze zu benutzen.